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Ordner FRAUENARZT 02/21

FRAUENARZT 02/21

Dokumente

Editorial

IUSPLUS

pdf Amnioninfektionssyndrom und Sepsis

Seite 81

Bei einer 39-jährigen Frau wurde im April 2013 eine Schwangerschaft festgestellt. E swar ihre siebte Schwangerschaft bei zwei Geburten. Sie war 1,58 cm groß und wog zu diesem Zeitpunkt 90 kg; zudem war sie grenzwertig hyperton. Eine Fruchtwasseruntersuchung war unauffällig.Am6.7.2013 wurde die Frau in der SSW 24+3 wegen eines vorzeitigen Blasensprungs in einem Klinikum Level I aufgenommen. Im Zeitraum vom 6.7. bis 15.7. wurde sie antibiotisch mit Unacid und Clarithromycin versorgt. Vom21.7. bis 28.7. erfolgte die Antibiose mit Piperacillin/Tazobactam und vom 2.8. bis 8.8. mit Cefuroxim. Am Abend des 12.8. wurde eine Körpertemperatur von 39,2° gemessen. Zudem bestand Druckschmerz in Abdomen und Unterbauch. Die Laborwerte, die um 21.30 Uhr vorlagen, belegten ein Infektgeschehen. Daraufhin wurde eine Sectio-Indikation bei AIS mit E. coli gestellt.

Beruf + Politik

pdf Daten aus der gynäkologischen Praxis spiegeln unsere Leistung

Innovative automatisierte Datengewinnung aus Praxen für Praxen
Seite 82 – 83

Der Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa) ermöglicht über seine Tochter, das Deutsche Institut für FachärztlicheVersorgungsforschung (DIFA) die Gewinnung dringend notwendiger Daten über die medizinische Versorgung in fachärztlichen Praxen. Dem Leitsatz „Versorgungsforschung von Fachärzten für Fachärzte“ folgend, geht die deutsche Fachärzteschaft mittels innovativer automatisierter Datengewinnung gemeinschaftlich neue Wege.

pdf Kinderwunschkonsil

Strukturierte telemedizinische Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Reproduktionsmedizinern
Seite 84 – 86

Um die komplexe Betreuung von ungewollt kinderlosen Paaren durch den Frauenarzt um eine reproduktionsmedizinische Expertise zu ergänzen, haben der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und der Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren (BRZ) ein Kinderwunschkonsil mit digital-gestützten Versorgungsschritten entwickelt.

Diagnostik + Therapie

pdf Behandlung von symptomatischen Myomen mit der transzervikalen ultraschallgesteuerten Radiofrequenzablation

Indikationen, Durchführung, Ergebnisse und Komplikationen – Expertenkonsensus 2020. Teil 1: Prävalenz, Klassifikation, Diagnostik und etablierte Therapien beim Uterus myomatosus
Seite 88 – 93

Der Uterus myomatosus ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Leitsymptome sind Blutungsstörungen und Unterbauchbeschwerden. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Trend zu auch minimalinvasiven und organerhaltenden Therapien durchgesetzt. Die Hysterektomie-Rate ist zwar dadurch in den letzten 10 Jahren in den deutschsprachigen Ländern etwas rückläufig, aber im Vergleich zu anderen Ländern immer noch relativ hoch (Tab. 1) (31). Insofern gewinnen neue organerhaltende schonende Therapieverfahren zur Therapie des symptomatischen Uterus myomatosus an Bedeutung. Eines dieser neueren Verfahren ist die transzervikale ultraschallgesteuerte Radiofrequenzablation (TRFA) von symptomatischen Myomen, die seit 2013 in Deutschland angewendet wird und sich jetzt in mehreren Kliniken im deutschsprachigen Raum etabliert hat (4, 37). Bis Juni 2020 wurden in den drei deutschsprachigen Ländern mehr als 1.000 TRFA-Behandlungen durchgeführt.

pdf Verwendung von Misoprostol an bayerischen Geburtskliniken

Eine gemeinsame Umfrage des Jungen Forums der BGGF und der BGGF e.V.
Seite 94 – 96

Die medikamentöse Geburtseinleitung ist im Februar 2020 in Deutschland erneut negativ in den Schlagzeilen aufgekommen. Angesichts des medialen Aufruhrs wegen fehlender Zulassung für die Verwendung von Misoprostol in der Geburtshilfe hat es sich die Bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde (BGGF) e. V. gemeinsam mit ihrem Jungen Forum zur Aufgabe gemacht, eine Übersicht zur Geburtseinleitung und Verwendung von Misoprostol an den bayerischen Geburtskliniken zu erstellen.

pdf Fallbericht: Hämorrhagischer Schock bei vitaler Extrauteringravidität in der 13. SSW

Blutung durch Ruptur der Tuba uterina
Seite 98 – 99

Eine 33-jährige Patientin wurde mit akutem Abdomen und Schocksymptomatik in die Notaufnahme eingeliefert, sonografisch wurde die Diagnose einer weit fortgeschrittenen Extrauteringravidität mit vitalem Feten gestellt. Die Notfall-Laparoskopie ergab eine Blutung durch Ruptur der linken Tuba uterina, mittels Querlaparotomie erfolgten die totale Salpingektomie und Bergung des dislozierten Feten.

Fortbildung + Kongress

pdf Fallbericht: Rekonstruktion der inneren Schamlippe mit Reverse Flap

Seite 100 – 103

Eine 57-jährige Patientin stellte sich in der Sprechstunde mit einer tief eingerissenen inneren Schamlippe links vor. Der Einriss war vermutlich bereits im Kindesalter durch einen Sturz entstanden. Die inneren Labien waren außerdem auf beiden Seiten hypertroph und ragten 2 cm über den Rand der Labia majora hinaus. Die aus dem Befund resultierenden Beschwerden verschlechterten sich zunehmend. In einem operativen Eingriff wurden die Schamlippen gekürzt und der Riss in der linken Labie mit einem Schwenklappen aus dem zu resezierenden kranialen Anteil rekonstruiert. Die Patientin profitierte sehr von der Prozedur und berichtete über eine deutliche Zunahme an Lebensqualität.

pdf Serie Impfpraxis

Seite 104 – 105

In der Praxis des Impfarztes hat sich gezeigt, dass oft kleine Fragestellungen und Unsicherheiten im Umgang mit Impfungen zu unnötigen Verzögerungen im Praxisablauf führen. Häufig sind es Fragen, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die einem unvorbereitet im vollen Praxisbetrieb begegnen, wo keine Möglichkeit zur schnellen Beantwortung besteht oder keine Zeit zum eigenen Quellenstudium verfügbar ist. In solchen Fällen ist Rat durch fachkundige Kollegen hilfreich. Die AG Impfen des BVF bietet Kollegen deshalb eine Beratung zu Impffragen über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Fragen von allgemeinem Interesse werden in regelmäßiger Folge im FRAUENARZT authentisch und anonymisiert veröffentlicht. Die AG Impfen möchte so dazu beitragen, dass sich immer mehr gynäkologische Praxen zu Impfkompetenzzentren entwickeln.

pdf Der intravaginale Er:YAG-Laser zur Behandlung der Belastungsharninkontinenz

Seite 106 – 107

Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts leiden durchschnittlich 25 % aller Frauen unter einer Belastungsharninkontinenz, wobei die Häufigkeit und der Schweregrad mit zunehmendem Alter ansteigen.

pdf Serie Hormonsprechstunde

Seite 108 – 111

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

pdf Das Autogene Training – nicht nur Entspannung, sondern Prävention pur

Plädoyer für eine vernachlässigte Therapiemethode
Seite 113 – 115

Die Corona-Pandemie mit ihrer enormen Belastung für medizinische Berufe hat die Begriffe „Stress“ und „Burnout“ wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. In der Folge werden neben organisatorischen Notwendigkeiten auch zahlreiche therapeutische Maßnahmen diskutiert, um der körperlichen und seelischen Belastung entgegenzuwirken oder sie gar ganz zu kurieren. Zu den Methoden, die derzeit en vogue sind, gehören Meditation, Yoga, Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, Focusing, Muskelrelaxation nach Jacobsen und viele mehr. Der Autor plädiert für eine altbewährte verlässliche Methode: Das Autogene Training.

pdf Kaffee und Koffein in der Schwangerschaft: Wie viel darf es sein?

Nachgefragt beim Netzwerk Gesund ins Leben
Seite 116 – 117

Koffeinhaltige Getränke gehören für viele Menschen zum Alltag. Im Jahr 2019 tranken die Deutschen pro Kopf 166 Liter Bohnenkaffee, 26 Liter Schwarztee (1) und 36 Liter Cola-Getränke (2). Zu Beginn einer Schwangerschaft sind Frauen oft müde und wollen gerade deshalb nicht auf ihren Kaffee zum Frühstück oder am Nachmittag verzichten. Sie fragen sich: Darf ich als Schwangere Kaffee oder andere Getränke mit Koffein trinken? Und wenn ja, wie viel?

pdf NIPD 2020 – neue Aspekte in Humangenetik und Pränatalmedizin

Abstracts der Vorträge eines interdisziplinären Symposiums, das 2020 nicht stattfinden konnte
Seite 118 – 120

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das interdisziplinäre Symposium „Quo vadis? Non-invasive prenatal diagnostics in 2020“ der Landesärztekammer Thüringen und des Landesverbandes Thüringen des Berufsverbandes der Frauenärzte in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik nicht wie geplant am 5.12.2020 in den Räumlichkeiten der Thüringer Landesärztekammer stattfinden. Um den LeserInnen des FRAUENARZT trotzdem die Positionen der ReferentInnen näherbringen und diese zur Diskussion stellen zu können, hat Dr. Martin Hesse, Landesvorsitzender Thüringen des BVF, die ReferentInnen gebeten, kurze Abstracts ihrer Vorträge zu erstellen.

Das GBCOG informiert

pdf Strahlenschutzverordnung und „Babykino“

Medizinisch indizierter Ultraschall bei Schwangeren stellt keine Ordnungswidrigkeit dar - Pressemitteilung des GBCOG in Kooperation mit der DEGUM
Seite 124

Der Gesetzgeber untersagt in der seit 01.01.2021 verbindlich geltenden Strahlenschutzverordnung (1) Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung ohne medizinische Indikation (§ 10) (2). Demnach stellen nichtmedizinische Ultraschallangebote wie das umgangssprachlich sogenannte Babykino eine Ordnungswidrigkeit dar. Der § 2 der Strahlenschutzverordnung definiert als nichtmedizinischen Zweck Anwendungen, die nicht dem Zweck der Untersuchung und Behandlung einer Patientin oder eines Patienten, der Früherkennung von Krankheiten, der Schwangerschaftsvorsorge oder der medizinischen Forschung dienen (3). Daraus folgt, dass der medizinisch indizierte Ultraschall nach den Mutterschafts-Richtlinien – einschließlich aller eventuell zusätzlich notwendigen Ultraschalluntersuchungen – ausdrücklich von diesem Verbot ausgenommen ist.

Die DGGG informiert

pdf Digitale Vorbereitung auf die Facharztprüfung mit dem Weiterbildungscurriculum „Gynäkologie & Geburtshilfe“

Seite 126 – 127

Wenige Fachgebiete in der Medizin umfassen ein derart breites Spektrum wie die Facharztweiterbildung des Fachs Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Gesunde wie kranke Patientinnen in jedem Lebensalter werden konservativ und chirurgisch, präventiv wie kurativ behandelt. Folglich muss zur Erlangung der Facharztreife neben praktischen Fertigkeiten ein breites theoretisches Repertoire von Pränataldiagnostik über Onkologie bis zur Endokrinologie beherrscht werden. Eine Kooperation zwischen dem Jungen Forum in der DGGG und dem Georg Thieme Verlag soll Faktenwissen für WeiterbildungsassistentInnen ortsunabhängig, gebündelt und stets aktuell zur Verfügung stellen.

pdf UAE oder Myomenukleation bei symptomatischen Myomen der Gebärmutter?

Newsletter der DGGEF e.V.
Seite 128

Im New England Journal of Medicine (NEJM) vom 30. Juli 2020 wurde eine Studie veröffentlicht, bei der 254 Frauen mit symptomatischen Uterusmyomen prospektiv randomisiert entweder mit Uterusarterienembolisation (UAE) oder durch Myomenukleation (OP) behandelt wurden (1).

pdf Erste S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin veröffentlicht

Neue wissenschaftliche Handlungsempfehlung - Pressemitteilung der DGGG und der DGHWi
Seite 129

Die Geburt eines Menschen zählt zweifelsohne zu den Schlüsselmomenten des Lebens. In den meisten Fällen handelt es sich um vaginale Geburten am Termin.