Editorial

IUSPLUS

Beruf + Politik

pdf Krebsfrüherkennungsuntersuchung – Umsetzung ab 1.1.2020

Seite 492 – 495

Trotz der Änderung der Screeningstrategie für das Zervixkarzinom
bleibt die allgemeine Früherkennungsuntersuchung in jährlichem
Abstand erhalten. Während in den anderen Ländern wie den Niederlanden
und Australien ein ausschließliches HPV-Screening zum
Tragen kommt, sind die Veränderungen unter Mitarbeit gynäkologischer
und zytologischer Experten auf Deutschland abgestimmt
worden. Sie beinhalten nach wie vor die Zytologie, mit deren Hilfe
es gelungen ist, die Zahl der invasiven Zervixkarzinome seit 1971
insgesamt um 75 %und in der Gruppe der regelmäßigen Teilnehmerinnen
sogar um 90 %zu senken.

Diagnostik + Therapie

pdf Postpartales reversibles posteriores leukoenzephalopathisches Syndrom

Seite 496 – 500

Dass Eklampsie und HELLP-Syndrom zusammen auftreten können,
ist in der Geburtshilfe bekannt. Die geringe Zahl der in der Literatur
beschriebenen Fälle und die niedrige klinische Prävalenz der
Kombination mit einem nachgewiesenen reversiblen posterioren
leukoenzephalopathischen Syndrom (PRES) stellen dieses Krankheitsbild
besonders in den Fokus intensivmedizinischer geburtshilflich-
anästhesiologischer Betreuung (4). Wir berichten im Folgenden
über einen Fall vor dem Hintergrund, dass dieses komplexe
Krankheitsbild an jedem Ort auftreten kann, an dem Geburtshilfe
betrieben wird. Eine schnelle Diagnosesicherung, eine effiziente
antihypertensive Therapie und antikonvulsive Einstellung s

pdf Qualität und Validität von gesundheitsbezogenen mobilen Apps

Seite 502 – 504

Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an gesundheitsbezogenen
Apps für unterschiedliche Zielgruppen und Gesundheitsbedürfnisse.
Angesichts eines verstärkten Einsatzes im Gesundheitswesen
stellt sich vermehrt die Frage nach der Qualitätsbewertung von
Apps. Dabei spielen fachübergreifende Qualitätskriterien genauso
eine Rolle wie die medizinische Nutzenbewertung, damit mobile
Anwendungen einen Zugang in das GKV-Versorgungssystem finden

pdf Postpartale Beeinflussung des Beckenbodenbindegewebes - ein bisher vernachlässigter Therapieansatz

Seite 505 – 507

Die Ursachen für postpartale Beckenbodenfunktionsstörungen
sind multifaktoriell neurogen, myogen bzw. kollagenerg. Myogene
Defekte können durch Bewusstseinsschulung und Konditionierung
des Beckenbodens therapiert und neurogene Defekte durch Elektrostimulation
in ihrer Rekonvaleszenz unterstütztwerden. Defekte
des bindegewebigen Halteapparats hingegen werden aktuell
nur beim ausgeprägten Uterovaginalprolaps mit klinischer Beschwerdesymptomatik
durch eine Pessartherapie im Sinne einer
passiven Stützfunktion abgefangen. Eine die Rückbildung unterstützende
bzw. präventive Beeinflussung des Bindegewebes ist bisher
nicht etabliert. Im Folgenden werden verschiedene Therapieansätze
vorgestellt, die für diese Indikation zur Verfügung stehen.

Fortbildung + Kongress

pdf Serie Impfpraxis

Seite 508 – 509

In der Praxis des Impfarztes hat sich gezeigt, dass oft kleine
Fragestellungen und Unsicherheiten im Umgang mit Impfungen
zu unnötigen Verzögerungen im Praxisablauf führen. Häufig
sind es Fragen, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die
einem unvorbereitet im vollen Praxisbetrieb begegnen, wo keine
Möglichkeit zur schnellen Beantwortung besteht oder keine
Zeit zum eigenen Quellenstudium verfügbar ist. In solchen Fällen
ist Rat durch fachkundige Kollegen hilfreich. Die AG Impfen
des BVF bietet Kollegen deshalb eine Beratung zu Impffragen
über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Fragen von allgemeinem
Interesse werden in regelmäßiger Folge im FRAUENARZT
authentisch und anonymisiert veröffentlicht. Die AG Impfen möchte
so dazu beitragen, dass sich immer mehr gynäkologische Praxen
zu Impfkompetenzzentren entwickeln.

pdf Schilddrüse und Schwangerschaft

Seite 510 – 515

Der Schilddrüse kommt eine zentrale Rolle zur Regulation des
Energiehaushalts sowie zahlreicher Stoffwechselprozesse zu. Sowohl
eine Unter- als auch eine Überfunktion der Schilddrüse wirken
sich dementsprechend auf verschiedene Organfunktionen aus.
Schilddrüsenfunktionsstörungen sind häufige Erkrankungen, dabei
sind Frauen wesentlich häufiger betroffen als Männer (1–3).
Schilddrüsenfunktionsstörungen in der Schwangerschaft haben
eine besondere Bedeutung, da potenzielle Risiken nicht nur die
Mutter, sondern auch den Feten betreffen (4).

pdf Substanzkonsum in Schwangerschaft und Stillzeit

Seite 516 – 519

Das Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH), eine nachgeordnete
Einrichtung des saarländischen Landtags, widmet sich
seit einigen Jahren dem Thema „Substanzkonsum in Schwangerschaft
und Stillzeit“. Dabei geht es nicht nur um reine Prävention,
sondern auch um Hilfen für Betroffene und Fachleute.

pdf Fallbericht: Operative Therapie der Zervixgravidität

Seite 520 – 521

Die Zervixgravidität ist eine seltene Form der Extrauteringravidität.
Diese beschreibt die Einnistung einer befruchteten Eizelle außerhalb
des Uteruscavums in der Zervix uteri, distal des Isthmus
und des Ligamentum vesicouterinum sowie kaudal der Arteria
uterina (1). In diesem Fall wird eine operative Therapie bei einer
asymptomatischen Zervixgravidität vorgestellt.

pdf Serie Hormonsprechstunde

Seite 522 – 524

Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus
dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen
Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide
Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung
unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl,
dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen
Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden.
Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten
Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet.
Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten
Fällen gute Lösungen zu finden.

pdf Zur Bedeutung der Schillerschen Jodprobe in der Diagnostik des Zervixkarzinoms und seiner Vorstufen

Seite 526 – 530

Die Schillersche Jodprobe mit Lugolscher Lösung gehört neben der
Essigprobe zur kolposkopischen Untersuchung und zur Internationalen
Kolposkopie-Nomenklatur.

pdf Fallbericht: Beurteilung des Endometriums in der Praxis

Seite 531

Das folgende Fallbeispiel unterstreicht die Bedeutung der Anwendung
der IETA-Terminologie (International Endometrial
Tumor Analysis) (2, 3, 4) sowie der Farbdoppler-Sonografie
(4, 5, 6) in der klinischen Praxis für die sonografische Beurteilung
des postmenopausalen Endometriums, auch wenn andere
Arbeitsgruppen eine nur geringe Interobserver-Übereinstimmung
gefunden haben (1).

pdf Mammasonografische Stolpersteine – Die häufigsten Fehleinschätzungen

Seite 532 – 535

Die Sonografie ist neben der Mammografie und der MRT die dritte
Säule der bildgebenden Brustdiagnostik. Obwohl auch die anderen
beiden Methoden einer gewissen Subjektivität bei der Bildinterpretation
unterliegen, wird dies gerade der handgeführten Sonografie
ganz besonders als Nachteil vorgehalten. Die Auswahl repräsentativer
Bilddokumente durch den Untersucher wird von dessen
Erwartungshaltung an den Befund geprägt. Hierbei kann es zu
Fehleinschätzungen kommen.

pdf Aspekte des antiinfektiösen Managements. Teil 2: Evidenz in der Praxis

Seite 536 – 540

Im ersten Teil dieses Beitrags (FRAUENARZT 7/2019, S. 448–450)
wurden Grundlagen des antiinfektösen Managements in Gynäkologie
und Geburtshilfe dargestellt. Im vorliegenden Teil 2 folgen
einige Denkanstöße zur evidenzbasierten Meinungsbildung und
-veränderung beim Leser mit dem Ziel der Anregung einer eventuell
angezeigten behutsamen Umsetzung möglicher praktischer Konsequenzen
in dessen Wirkungsbereich oder auch der Unterlassung
von Maßnahmen bei nicht eindeutig gegebener Evidenz. Mit anderenWorten,
etablierte Denkmuster und Prozeduren bis hin zu Empfehlungen
der Kostenträger und der Industrie sollen infrage gestellt,
diskutiert sowie bewertet, aber zumindest primär nicht verworfen
werden.

Der BVF informiert

pdf Relaunch der BVF-Homepage

Seite 543

Am 6. Mai 2019 ist die neue Homepage des Berufsverbandes der
Frauenärzte e.V. (BVF), deren Änderung auch durch die DSGVO
zwingend erforderlich war, unter der bekannten URL: www.bvf.de
an den Start gegangen.

pdf Neues Vorsorgeprogramm "Hallo Baby"

Seite 544

Das Vorsorgeprogramm für schwangere Frauen „Hallo Baby“ ist
am1. Juli 2019 neu gestartet. 60 Betriebskrankenkassen mit rund
6,5 Millionen Versicherten haben gemeinsam mit dem Berufsverband
der Frauenärzte, dem Berufsverband Deutscher Laborärzte
und der AG Vertragskoordinierung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
und der Kassenärztlichen Vereinigungen Leistungen
zur Vermeidung von Frühgeburten und infektionsbedingten Geburtskomplikationen
vereinbart.

Die DGGG informiert

pdf IUGA-Kongress 2019 in Nashville – Post-IUGA-Meeting in Berlin

Seite 545

Der 44. Kongress der International Urogynecological Association
(IUGA) findet vom 24. bis 28. September 2019 in Nashville,
Tennessee, USA statt. Beim 2. Post-IUGA-Meeting am 2. November
in Berlin werden – wie schon im vergangenen Jahr – ausgewählte
Inhalte des Kongresses praxisrelevant aufbereitet präsentiert.

pdf Michael Höckel zum Ehrenprofessor der TU München ernannt

Seite 546

Am 27. März wurde Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Michael Höckel von
der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität München
der Ehrentitel „TUM Distinguished Affiliated Professor“ verliehen.