Editorial

Beruf + Politik

pdf Neue Eckpunkte für das Zervixkarzinom-Screening

Welche Veränderungen für die Praxis sind zu erwarten?
Seite 368 – 369
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) berät derzeit über die Programmgestaltung des Screening-Programms. Das sogenannte „opportunistische“ zytologiebasierte Screening soll durch ein organisiertes Programm abgelöst werden. Am 15. September 2016 hat der G-BA neue Eckpunkte beschlossen. Was bedeutet das für die Praxis?

Diagnostik + Therapie

pdf Aktualisierte Empfehlungen der Kommission Mamma der AGO 2017

Seite 370 – 375

Die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO-Mamma) aktualisiert seit dem Jahr 2000 jährlich evidenzbasierte Empfehlungen für die Diagnose und Therapie von Patientinnen mit einem frühen und fortgeschrittenen Mammakarzinom. Die Empfehlungen basieren auf der Sichtung aller neuen Publikationen des vergangenen Jahres, welche nach Studienqualität (Oxford Level of Evidence, LoE, Oxford Grades of Recommendation, GR) und klinischer Relevanz (AGO-Empfehlungsgrad) klassifiziert werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Neuerungen für das Jahr 2017 vorgestellt.

Buecher + Medien

Diagnostik + Therapie

pdf Fertilitäts- und Zyklus-Apps im Netz

Ein Überblick zu einem globalen Phänomen
Seite 378 – 381

Im Internet werden wir täglich mit Apps konfrontiert, die behaupten, Frauen bei der Beurteilung ihres Zyklus entscheidend unterstützen zu können. Da entsprechende Programme aus unterschiedlichsten Quellen stammen, sah sich die internationale Fertility-Awareness-Based-Methods(FAB = Natürliche-Familien-Planung = NFP)-Gemeinde verpflichtet, zur Qualität dieser Produkte Stellung zu nehmen. Sie rief deswegen sehr kurzfristig Experten verschiedenster NFP-Organisationen zu einem internationalen Meeting am 23./24. September 2016 in Cranbrook, Kanada zusammen. Die Autoren berichten im Folgenden kurz über aktuelle wesentliche Aspekte der Beurteilung von Zyklus- und Kinderwunsch-Apps im Netz aus europäischer Sicht.

Fortbildung + Kongress

pdf Subjektive versus objektive Anämie bei Myompatientinnen

Entwicklung eines einfachen Scores für die Praxis zur Identifizierung von behandlungsbedürftigen Patientinnen
Seite 382 – 387
Ziel einer Studie an der Frauenklinik der Charité – Campus Virchow Klinikum war es, eine mögliche Übereinstimmung zwischen laborchemisch nachgewiesener und subjektiv empfundener Anämie bei Myompatientinnen festzustellen. Weitere Kriterien sollten zur Entwicklung eines praxisrelevanten Anamnesescores zur Abschätzung einer therapiebedürftigen Anämie herangezogen werden. Im Ergebnis der Pilotstudie zeigt sich, dass die subjektiv von den Patientinnen empfundene respektive angegebene Anämie bereits einen deutlichen Hinweis auf eine laborchemisch nachweisbare Blutarmut (< 12 g/dl) gibt. Ein auf den Studienergebnissen beruhender Score aus Blutungsstärke und subjektiver Anämie zeigt bezüglich einer laborchemisch nachgewiesenen Anämie eine Wahrscheinlichkeit für eine richtige Diagnose von 80,4 %.

pdf Spontane Regressionstendenz positiver zytologischer Zervixabstriche

Seite 388 – 392

Die mehr als 30.000 positiven zytologischen Befunde, die in einem Stuttgarter Großlabor über einen Zeitraum von 21 Jahren anfielen, bildeten die Grundlage einer Untersuchung, die den Verlauf nicht histologisch abgeklärter positiver Zervixabstriche verfolgte und die Tendenz der Rückbildung zu Negativbefunden zu quantifizieren suchte.

pdf Lokale, nicht-hormonelle Therapie bei postmenopausaler vaginaler Atrophie

Seite 394 – 397
Die Begriffe urogenitale Atrophie, (vulvo-)vaginale Atrophie (VVA) und urogenitales Menopause-Syndrom (Genitourinary Syndrome of Menopause, GSM) (1) stehen für hormonmangel- und altersbedingte Gewebs- und Funktionsveränderungen des weiblichen Urogenitales. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über nicht-hormonelle Therapieoptionen bei diesem Problem.

pdf Studien widerlegen Risiken der HPV-Impfung

Zahlreiche Untersuchungen belegen Wirksamkeit und Sicherheitsprofil
Seite 398 – 401
Inzwischen können wir auf 10 Jahre praktische Erfahrungen mit den HPV-Impfstoffen zurückblicken. Viele Studien und die Erfahrungen aus unserer täglichen Arbeit haben uns die Sicherheit und Wirksamkeit der HPV-Impfung aufgezeigt. Allerdings sind die Impfquoten in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern eher bescheiden. Rückblick und Vorausschau auf die HPV-Impfära sollen es den Akteuren einfacher machen, in Zukunft zu einer deutlich höheren Impfrate beizutragen.

pdf Fistel-Operationen in Tansania

Ein Bericht aus der Arbeit der neu gegründeten Tanzanian-German Society for Gynaecology and Obstetrics (TaGeSGO)
Seite 402 – 405
Aus dem Kontakt einiger deutscher Gynäkologen zu tansanischen Kollegen ist innerhalb kurzer Zeit eine Gesellschaft geworden, die im Januar 2017 bereits ihren ersten Kongress abgehalten hat. Das Problem geburtsbedingter Fisteln ist für die Frauenheilkunde in Tansania eines der zentralen Themen – und man hat einen kreativen Weg gefunden, eine Versorgungsmöglichkeit für betroffene Frauen zu schaffen.

pdf Kongressbericht: Norddeutsches Onkologieforum

Seite 406 – 407
Die Universitätsfrauenkliniken Hamburg-Eppendorf, Hannover, Kiel und Lübeck richteten am 24. und 25. Februar 2017 gemeinsam mit Unterstützung durch den Berufsverband der Frauenärzte (BFV) das Norddeutsche Onkologieforum (NOF) aus. Das NOF ist eine Fortbildungsveranstaltung zu Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms und gynäkologischer Tumoren. Im Fokus der Veranstaltung stand ein intensiver, praxisnaher Austausch zu aktuellen Fragen in der gynäkologischen Onkologie.

Der BVF informiert

pdf Bericht vom 23. Brandenburger Gynäkologentag

Seite 422
Zum 23. Mal trafen sich am 24. und 25.03.2017 die Brandenburger Frauenärztinnen und Frauenärzte und ihre Gäste aus anderen Bundesländern in Potsdam-Hermannswerder im Hoffbauer-Tagungshaus zu ihrem Gynäkologentag.

Die DGGG informiert

pdf Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie im Nationalsozialismus

Teil 4: Nach Diktatur und Krieg: Klagen und Verdrängen
Seite 426 – 430

„Das Schicksal hat unser Vaterland schwer geschlagen. Aber auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie ist schwer geschlagen worden.“ (1) Mit diesen Worten begann Rudolf Theodor Edler von Jaschke, seit 1941 Vorsitzender der DGG, seine präsidiale Eröffnungsrede zum ersten Nachkriegskongress 1949 in Karlsruhe. Besonders beklagte von Jaschke die Situation der Wissenschaft in den Kriegs- und Nachkriegsverhältnissen sowie den Verlust des „glänzenden traditionellen Rahmen[s]“, in dem die Gesellschaft sonst zusammentrat und der „so sehr dazu beigetragen hat, ihre Anziehungskraft zu erhöhen und zahllose menschlich und wissenschaftlich fruchtbare Freundschaften anzubahnen“. Mit Verbitterung konstatierte er ferner „vielerlei Hemmungen“ – nicht zuletzt „mangelnde Bewegungsfreiheit auf finanziellem Gebiete“ (2).

pdf Nachruf auf Johannes Dieter Schnell

Seite 431
Am 21. Dezember 2016 verstarb Prof. Dr. med. Johannes Dieter Schnell im Alter von 78 Jahren nach langem Leiden in Potsdam.

pdf Teilzeit, Sicherheit und Arbeitsschutz in der Geburtshilfe

Rückschlüsse aus einer Umfrage des Jungen Forums der DGGG e.V.
Seite 434 – 436
Arbeitsverdichtung, Prozessoptimierung, Zentrenbildung, fehlende Kostendeckung und Personalknappheit – das sind Schlagworte, mit denen Ärzte im klinischen Alltag immer öfter konfrontiert werden. Bezogen auf die Geburtsmedizin kann dies zu ökonomisch motivierten Schließungen von Kreißsälen und zunehmender Zentralisierung der geburtshilflichen Versorgung in Deutschland führen, die mit einer steigenden Geburtenzahl in den verbleibenden Abteilungen einhergeht. Subjektiv steigt durch Liegezeitverkürzungen, Fallzahlsteigerungen, Umfang des Dokumentationsaufwands und Personalengpässen die individuelle Belastung der Ärzte.

Praxis + Ökonomie

pdf Onlinetool zur Umsetzung der neuen QM-Richtlinie

Teil 2: Aufgaben und Pflichten
Seite 440 – 443
Die Neufassung der G-BA-Richtlinie „Einrichtungsinternes Qualitätsmanagement“, die am 16.11.2016 in Kraft getreten ist, stellt die niedergelassenen Frauenärzte vor zahlreiche zusätzliche Aufgaben und Pflichten. Diese müssen neben allen anderen Tätigkeiten des Praxisalltags umgesetzt und nötigenfalls nachgewiesen werden. Das neue digitale UAP Q Management System hilft als onlinebasiertes Instrument dabei, die vom G-BA gestellten Forderungen in kürzester Zeit und vollständig zu erfüllen. Während wir im ersten Teil der auf drei Beiträge angelegten Serie auf die aktuelle Ausgangssituation der Frauenarztpraxen und ihre derzeitigen Herausforderungen eingegangen sind, stehen diesmal die vom Gesetzgeber festgelegten Aufgaben und Pflichten im Vordergrund. Dabei zeigen wir, wie diese mit Hilfe des neuen UAP Q Management Systems mit möglichst wenig Aufwand umgesetzt werden können.