Editorial

IUSPLUS

Beruf + Politik

pdf Hebammen- und Ärzteversorgung in der klinischen Geburtshilfe 2015

Seite 282 – 284
Allgemein wird bei zuletzt steigender Geburtenzahl und Konzentration im Bereich der geburtshilflichen Abteilungen zunehmend über einen Mangel an Ärzten und Hebammen geklagt, ohne dass bisher hierzu Zahlen vorlagen. Im Jahr 2015 hat daher der Vorstand der BLFG (Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V.) beschlossen, in einer Umfrage an die Chefärzte die Versorgungsstrukturen im Bereich der Geburtshilfe zu ermitteln. Es bestand der zunehmende Verdacht, dass es hier erhebliche Engpässe gibt und der Mangel an Hebammen und Ärzten immer mehr Probleme bereitet.

pdf Videosprechstunde: Neue Leistung in der Regelversorgung

Seite 285 – 287
Seit dem 1. April gibt es zwei neue Gebührenziffern, um die Videosprechstunde in der Praxis abrechnen zu können. Eigentlich war im E-Health-Gesetz vorgesehen, dass Videosprechstunden erst ab 1. Juli 2017 finanziell gefördert werden. Durch den frühzeitigen Vertragsabschluss zwischen der KBV und kassenseitig dem GKV-Spitzenverband geht das neue Angebot nun drei Monate früher an den Start.

Leserbriefe

Diagnostik + Therapie

pdf Neue Aspekte zur „Triade der sporttreibenden Frau“

Relativer Energiemangel (RED-S) als Grundproblematik
Seite 290 – 295
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit von Athleten generell zu schützen. Dazu gehört es, im Frauensport ein regelmäßiges „Consensus Statement“ bezüglich der „Female Athlete Triad“ zu verfassen. Aktuell liegen neue Empfehlungen zur Risikoabschätzung, zur Behandlung und zur Wiederaufnahme des Wettkampfsports vor. In der Version von 2014 (1) wird der Begriff „Female Athlete Triad“ insofern erweitert, dass ein „relativer Energiemangel im Sport“ (Relative Energy Deficiency in Sport (RED-S)) als Grundproblematik thematisiert wird und somit auch betroffene Männer miteinschließt. Darüber hinaus gibt das „Consensus Statement“ Empfehlungen zu praktischen Therapieoptionen, die von Betroffenen Athletinnen und Athleten durchgeführt werden können. Innerhalb des „Return-to-Play-Modells“ werden unter Einbezug des Risikoverhaltens der Sportler Einteilungen in drei Gruppen vorgegeben, die in klinische Empfehlungen münden.

pdf Fruchtwasserembolie und Herzstillstand

Seite 296 – 301
Bei der Fruchtwasserembolie (FWE) ist eine rasche Diagnosestellung und sofortige intensivmedizinische Therapie von größter Bedeutung für die Prognose von Mutter und Kind. Im Folgenden wird das Krankheitsbild mit seiner Pathophysiologie und Klinik, dem diagnostischen Vorgehen und der Therapie dargestellt.

Fortbildung + Kongress

pdf Serie Impfpraxis

Seite 303 – 304
In der Praxis des Impfarztes hat sich gezeigt, dass oft kleine Fragestellungen und Unsicherheiten im Umgang mit Impfungen zu unnötigen Verzögerungen im Praxisablauf führen. Häufig sind es Fragen, an die man vorher gar nicht gedacht hat, die einem unvorbereitet im vollen Praxisbetrieb begegnen, wo keine Möglichkeit zur schnellen Beantwortung besteht oder Zeit zum eigenen Quellenstudium verfügbar ist. In solchen Fällen ist Rat durch fachkundige Kollegen hilfreich. Die AG Impfen des BVF bietet Kollegen deshalb eine Beratung zu Impffragen über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder die Website www.gyn-netz.de an. Fragen von allgemeinem Interesse werden in regelmäßiger Folge im FRAUENARZT authentisch und anonymisiert veröffentlicht. Die AG Impfen möchte so dazu beitragen, dass sich immer mehr gynäkologische Praxen zu Impfkompetenzzentren entwickeln.

pdf AWOgyn Jahrestagung 2017

Seite 305

Vom 17.–18. Februar 2017 fand die 13. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie e. V. (AWOgyn) in Frankfurt am Main statt.

pdf Beliebt und bewährt – Fortbildung in Düsseldorf. Bericht vom FOKO 2017

Seite 306 – 309
Highlights aus Klinik und Forschung zu kombinieren mit Seminaren und Kleingruppenarbeit zu allen Fragen des frauenärztlichen Alltags – dieses Konzept bescherte dem FOKO in Düsseldorf im März 2017 wieder volle Vortragssäle und frühzeitig ausgebuchte, bestens besuchte Kurse. Vom 9. bis 11. März fand der diesjährige Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie FBA unter ihrem Kongresspräsidenten Dr. Christian Albring statt; ein zusätzlicher Tag, der 8. März, war als reiner Kurstag mit teilweise ganztägigen Fortbildungsangeboten dem Kongressprogramm vorgelagert.

pdf Gestationsdiabetes – eine interdisziplinäre Herausforderung

Seite 310 – 313
Als das Screening auf Gestationsdiabetes (GDM) mittels oGTT 2012 bundesweit eingeführt wurde, lief in der Stadt Worms schon seit 10 Jahren ein Projekt zur GDM-Detektion. Somit kann jetzt schon über einen vergleichsweise langen Zeitraum berichtet werden – über die Ergebnisse wie über noch offene Fragen.

pdf Schwangerenbetreuung im Netzwerk

Verbesserung der klinischen Geburtshilfe durch enge Verzahnung von ambulantem und stationärem Sektor am Beispiel der Frauenklinik der Sozialstiftung Bamberg
Seite 314 – 317

Die enge Verzahnung von ambulantem und stationärem Sektor wird heute ausdrücklich von allen Seiten gewünscht. Trotzdem kommt es auch heute noch immer wieder zu Brüchen beim Übergang vom einen auf den anderen Bereich. Dass hieraus oftmals eine schlechtere Versorgung der Patientinnen resultieren kann, steht außer Frage. Im Folgenden wird dargestellt, inwieweit die Installation eines MVZ als ein möglicher Faktor zu einer messbaren Qualitätsverbesserung in der Geburtshilfe beitragen kann.

pdf STI: Neue Materialien und ein Fortbildungs-Curriculum

Seite 318 – 319
Die Primär- und Sekundärprävention von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sind wichtige Bereiche der medizinischen Versorgung. Neue Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die in Kooperation mit ärztlichen Fachgesellschaften und dem Robert Koch-Institut (RKI) entstanden sind, sollen die Beratung von Patientinnen und Patienten in der Arztpraxis unterstützen. Zudem wird seit Herbst 2016 von der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) und der BZgA in Kooperation mit den Ärztekammern Westfalen-Lippe und Berlin die Blended-Learning Fortbildung „Sexuelle Gesundheit und sexuell übertragbare Infektionen“ angeboten. Das Fortbildungs-Curriculum wurde in Zusammenarbeit mit dem RKI, Fachgesellschaften und weiteren Institutionen entwickelt und besteht aus einer Kombination von E-Learning und Präsenzveranstaltungen. Die zertifizierte Fortbildung wird 2017 in Berlin und Bochum durchgeführt.

pdf Serie Hormonsprechstunde: Primäre Amenorrhoe

Seite 322 – 325
Unsere Serie „Hormonsprechstunde“ beantwortet Fragen aus dem Bereich der Endokrinologie, die sich in der täglichen gynäkologischen Praxis stellen. Einerseits gibt es mehr und mehr valide Daten aus Studien, die uns eine Leitschnur in der Behandlung unserer Patientinnen geben. Andererseits wissen wir sehr wohl, dass ein individuelles Konzept notwendig ist, um gerade in schwierigen Fällen die für die Patientin optimale Entscheidung zu finden. Die Fälle kommen aus der Praxis und werden von ausgewählten Experten praxisnah mit konkreten Lösungsvorschlägen beantwortet. Die Antwort soll darüber hinaus helfen, in ähnlich gelagerten Fällen gute Lösungen zu finden.

pdf Splenose im kleinen Becken imponiert als Ovarpathologie

Ein Fallbericht elf Jahre nach Splenektomie
Seite 326 – 328
Im Folgenden wird über drei inzidentell aufgetretene Splenoseherde im kleinen Becken bei einer beschwerdefreien jungen Frau als Differenzialdiagnose zu Ovarpathologien nach einer Splenektomie berichtet.

Der BVF informiert

Die DGGG informiert

pdf Arbeitskreistreffen des Jungen Forums

Seite 341
Am 4. Februar 2017 fand in Berlin in der Repräsentanz der DGGG e.V. die erste Sitzung des Arbeitskreises des Jungen Forums in diesem Jahr statt. Zukünftige Schwerpunkte des Arbeitskreises liegen auf der Förderung von Wissenschaft und Nachwuchs, auf der Verbesserung der Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Ausbau von nationalen und internationalen Kooperationen.

pdf Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie im Nationalsozialismus

Teil 3: Die Ausgrenzung der „jüdischen“ Mitglieder – nur scheinbare Zurückhaltung
Seite 342 – 345

Am 27. Juni 1939, zwei Monate vor Kriegsbeginn, wandte sich der Leipziger Frauenarzt Edgar Alexander in einem handschriftlichen Brief an den Schatzmeister der DGG, Heinrich Martius: „Sehr geehrter Herr Professor! Heute ist mir die Aufforderung zur Beitragszahlung für die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie zugegangen. Am 30. September vorigen Jahres ist mir 45 Jahre nach abgelegtem Staatsexamen als Juden die Approbation entzogen worden, Ende März dieses Jahres habe ich freiwillig die Tätigkeit als Behandler für Juden aufgegeben. Besteht unter diesen Umständen meine Mitgliedschaft bei der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie weiter und kann ich an der Tagung im Oktober d. J. teilnehmen? Bejahenden Falles werde ich den Mitgliedsbeitrag umgehend einsenden. Ich bin über 30 Jahre Mitglied der Gesellschaft.“ (1)

Praxis + Ökonomie

pdf Serie Praxisgestaltung: Einrichtungstipps für Ihre Praxis

Seite 353 – 355

Wände, Böden und nicht zuletzt die Möbel bilden den Rahmen, der für einen bestimmten Eindruck in der Praxis sorgt. Der sollte nicht dem Zufall überlassen werden, sondern genau durchdacht sein und im besten Fall die Philosophie Ihrer Praxis widerspiegeln. Manchmal kann schon eine kleine Nuance, ein scheinbar winziges Detail, den kompletten positiven Effekt bei der Einrichtung oder Renovierung kippen. Einrichtungstipps sollen hier helfen, das gewünschte Ergebnis zu erzielen.